Mandelmarkt Juni 2026
Der Position Report für den Monat Mai 2026 wurde am 11.6.2026 veröffentlicht.
May 2026 May 2025
Receipts = 2.690.836.961 lbs 2.711.678.358 lbs -0,77%
Total Supply 3.120.826.522 lbs 3.160.094.992 lbs -1,24%
Dem gegenüber stehen Verladungen (August 2025-Mai 2026)
Domestic 492.307.302 569.862.774 -13.61%
Export 1.720.720.341 1.692.705.429 -1.66%
Total 2.213.027.643 2.262.568.203 -2,19%
Kumulierter
Bestand 907.798.879 897.526.789 1.44%
Uncommitted
Inventory 469.542.165 495.219.179 -5.18%
Geopolitische Verwerfungen, Zölle, Kriegsaktivitäten mit einhergehender Inflation durch Hohe Energiekosten beeinflussen weiterhin das Geschehen erheblich. Logistische Herausforderungen aber auch Wetterbedingungen spielen ebenso hinein und führen zu „Verschiebungen“. Inzwischen ist es in Sachen Zöllen etwas ruhiger geworden aber diese können weiter in Verhandlungen Instrumentalisiert werden.
Warenströme haben ihre Wege verändert. Andere „Spieler“ konnten ihre Positionen ausbauen während andere weniger Einfluss nehmen.
Die EU wird am 16. Juni 2026 über das Freihandelsabkommen mit den USA abstimmen. Es ist zu vermuten das das Ergebnis einstimmig ausfallen wird. Im Laufe der Zeit hat man sich allerdings auf gewisse Ausstiegsklauseln geeinigt die im Falle einer Eskalation die bekannten Instrumentarien wieder reaktivieren können. (z.B. Zoll Gegenmaßnahmen). Nach aktueller Interpretation könnte das Abkommen bald in Kraft treten. Dazu müsse bis 30.6.26 eine entsprechende Verlautbarung im Amtsblatt der EU erfolgen. Dann kann es zum 1.7.26 in Kraft treten.
In allen Märkten beeinflussen ähnliche Bedingungen den Warenfluss.
Die Türkei ist derzeitig ein wichtiger Partner anstelle Dubai’s geworden. Auch China muss man wohl zusammen mit Vietnam und Hong Kong betrachten. Bedingt durch hohe Einfuhrzölle wird über die Asiatischen Nachbarn bearbeitet Ware importiert
„Die Ware findet ihren Weg“
Durch die Regenfälle in Australien während der Ernte mussten indische Käufer sich wieder nach Kalifornien orientieren da die Qualität der Mandeln mit Schale gelitten hatte.
Die Bestände sind entsprechend abgeschmolzen.
Überhaupt ist die verfügbare Menge in Kalifornien eher kleiner als im letzten Jahr. Seit Beginn der Saison war es eine Herausforderung verschiedene Qualitäten zu finden.
Std5% fanden sich jeweils nur in Kleinstmengen und lagen preislich sehr nah an den günstigsten SSR Qualitäten.
Wie geht es weiter?
Der Bedarf dürfte weiter für ein stabiles Preisniveau sorgen. Momentan scheint es so das die Käufer eher von der Hand in den Mund leben. Das beflügelt die Nachfrage nach kurzfristig verfügbarer Ware. Durch die inzwischen sehr langen Lieferketten dürfte es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sein Neue Ernte aus Kalifornien vor Januar zu erhalten. Die Bestände an Ernte 2025 sind begrenzt. Einiger Bedarf dürfte wieder nach Spanien gehen. Die guten Einfuhren in die EU zeigen aber auch das der Markt gut versorgt erscheint.
Es ist zu vermuten das auf Grund Anfangs des Jahres herrschenden Verunsicherung zu möglichen drastischen Strafzöllen zunächst abgewartet wurde, dann aber verstärkt Ware abgerufen wurde. Da es während des ersten Quartals auch bei den Verbrauchern Zurückhaltung gab hat sich nun ein Warenbestand aufgebaut.
Aus Kalifornien gibt es Berichte von „early hull split“, bedingt durch eine kurze Hitzeperiode. Einige sehen dieses Jahr den Erntebeginn früher als üblich. Um Mitte Juli könnte es in einigen Regionen beginnen.
Soweit waren die Bedingungen gut. Auch die Wasserversorgung bereit wenig Probleme.
Spanien sieht ebenfalls einer guten Ernte entgegen. Man orientiert sich an Kalifornien und frühe Verladungen aus neuer Ernte zeigen leichte Prämien. Falls es Bedarf gibt, so sollte man versuchen in der ersten Reihe zu stehen, denn die Kapazitäten sind erfahrungsgemäß zu Beginn immer schnell ausgebucht.
Da es keine weitere (die Objektive) Schätzung bis zum Erntebeginn geben wird,wird es nun bis Ende des Jahres dauern bis es genauere Erkenntnisse zur Versorgung gibt.
In einem Monat werden sich viele Märkte in die Sommerpause begeben.
Mit freundlichen Grüßen
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Almond Market June 2026
The Position Report for May 2026 was published on June 11, 2026.
| May 2026 | May 2025 | |
|---|---|---|
| Receipts | 2,690,836,961 lbs | 2,711,678,358 lbs |
| Total Supply | 3,120,826,522 lbs | 3,160,094,992 lbs |
In contrast, shipments (August 2025–May 2026) are as follows:
| Current Season | Previous Season | Change | |
|---|---|---|---|
| Domestic | 492,307,302 | 569,862,774 | -13.61% |
| Exports | 1,720,720,341 | 1,692,705,429 | -1.66% |
| Total | 2,213,027,643 | 2,262,568,203 | -2.19% |
Cumulative Inventory: 907,798,879 (+1.44%)
Uncommitted Inventory: 469,542,165 (-5.18%)
Geopolitical shifts, tariffs, and war-related activities continue to significantly influence the market through high energy costs and resulting inflation. Logistical challenges and weather conditions also play a role, leading to "shifts" in the market dynamics. While tensions regarding tariffs have calmed somewhat recently, they can still be instrumentalized in negotiations.
Commodity flows have changed their routes. Other "players" have strengthened their positions, while others have lost influence.
The EU is set to vote on the Free Trade Agreement with the USA on June 16, 2026. It is anticipated that the result will be unanimous. Over time, exit clauses have been agreed upon which could reactivate standard counter-measures (e.g., tariff retaliation) in case of escalation. Based on current interpretations, the agreement could soon enter into force. For this to happen, a corresponding announcement must appear in the EU Official Journal by June 30, 2026, allowing it to take effect on July 1, 2026.
In other markets, similar conditions influence the flow of goods. Turkey has become an important partner, replacing Dubai in some aspects. China, along with Vietnam and Hong Kong, must also be considered together. Due to high import tariffs, goods are often imported via these Asian neighbors ("The goods find their way").
Heavy rains in Australia during the harvest forced Indian buyers to look back to California, as the quality of in-shell almonds had suffered.
Consequently, inventories have dwindled. The available volume in California is rather smaller than last year. Finding various qualities has been a challenge since the start of the season. The "Std5%" grade was found only in very small quantities and was priced very close to the cheapest SSR grades.
What's Next? Demand should continue to maintain a stable price level. Currently, it seems that buyers are operating on a just-in-time basis, which is fueling demand for readily available short-term supplies. Given the now very long supply chains, it is unlikely that new crop from California will be available before January. Inventories of the 2025 harvest are limited. Some demand is expected to shift to Spain again. However, good imports into the EU indicate that the market appears well-supplied overall.
It is suspected that initial uncertainty at the beginning of the year regarding potential drastic punitive tariffs led to hesitation, followed by a surge in orders. Since consumer spending was also restrained during the first quarter, a stockpile of goods has since built up.
There are reports from California of an "early hull split," caused by a short heatwave. Some anticipate an earlier-than-usual harvest start this year, potentially beginning in mid-July in some regions. Conditions have been favorable so far, and water supply has posed little problem.
Spain also expects a good harvest, looking towards California as a benchmark. Early shipments of the new crop show slight premiums. If there is demand, it is advisable to be in the "first row," as capacities are typically booked very quickly at the start of the season.
Since no further objective estimates will be available until the harvest begins, it may take until the end of the year to gain more precise insights into supply conditions.
In one month, many markets will go into summer recess.
Sincerely,
June 12, 2026
