Mandelmarkt Januar 2026
Der Position Report für den Monat Dezember 2025 wurde am 13.1.2026 veröffentlicht.
Dec 2025 Dec. 2024
Receipts 2.512.491.614 lbs 2.575.851.709 lbs -2,46%
Total Supply 2.946.048.082 lbs 3.026.984.876 lbs -2,67%
Dem gegenüber stehen Verladungen p. 31.12.25
Domestic 242,635.112 295,918,169 -18.01%
Export 827.941.140 848.839.956 -2.46%
Total 1.070.576.252 1.144.758.125 -6.48%
Kumulierter
Bestand 1.875.471.830 1.882.226.751 -0.36%
Uncommitted
Inventory 1.379.280.057 1.321.020.561 4.41%
Der Domestic Markt bleibt das Sorgenkind.
Auf einem Meeting der American Farm Bureau Federation wurde kürzlich durch Secretary of Agriculture Brooke L. Rollins ein Programm zum Ankauf von Agrarprodukten in Höhe von insgesamt 80 Millionen US$ bekannt gegeben.
Dafür sollen folgende Beträge für spezifische Produkte investiert werden:
Mandeln/Almonds: $20M
Trauben Saft/Grape juice: $20M
Pistazien/Pistachios: $20M
Rosinen/Raisins: $20M
Für Mandeln würde das ca. 6 Millionen lbs/2.700to basierend auf aktuellem Marktpreis Niveau bedeuten .
Im Export waren die Verladungen gut und einer der besten Dezember Monate.
Das derzeitige Preisniveau für Mandeln hält sich seit Wochen sehr stabil und variierte dabei kaum. Insbesondere STD5% waren nachgefragt und kurzfristige Nachfrage hat für Stabilität gesorgt.
Die Preisdifferenz zwischen std5% und der beliebtesten Sorte Nonpareil mit etwa 0,30 US$/lb bleibt weiter historisch betrachtet auf niedrigem Niveau.
Seit Beginn der Ernte 2025 fanden sich so gut wie keine Offerten für California SSR. Es wird auch weiterhin problematisch bleiben.
Schaut man auf die Verteilung der Mandelsorten und deren Gewichtung wird schnell klar warum das so sein könnte.
Receipt s 2.568.614.433 lbs (Receipts Aug.-Dezember 2025) waren:
davon
Nonpareil 973,555,695 lbs 37%
Monterey 476.025.844 lbs 18%
Independence 423.370.301 lbs 16%
Butte/Padre 120.825.002 lbs 5%
Carmel 70.669.311 lbs 3%
Fritz 62.428.383 lbs 2%
Total 84%
Andere/Others 441.739.897 lbs 17%
Der große Teil, ca. 84%, sind „Premium“ Mandeln mit speziellen Eigenschaften. Viele Sorten die vor einiger Zeit noch als sog. California Varieties gehandelt wurden da sich ein Sortieren oder separieren nicht lohnte sind unter dieser Kategorie Vermarktet worden. Zu dieser Zeit lag der Preisaufschlag bei nahezu 1 US$/lb gegenüber Nonpareil.
Die neuen selbst bestäubenden Sorten sind auf dem Vormarsch. Independent, Supareil oder Bennet Hickmann werden eine immer größere Rolle spielen. Alle werden allgemein als Nonpareil Type bezeichnet. Sie erzielen in bestimmten Märkten Prämien. Die Entwicklung ist dynamisch und wird durch die ökonomische Zwänge, Klimawandel, Produktivität getrieben. Viele der „alten“ Sorten haben das Ende ihres Lebenszyklus erreicht.
Die Ernte ist zwar längst beendet aber anscheinend wird es noch einige Zeit dauern, bis alle Mengen tatsächlich abgearbeitet sind. Die späteren Sorten zeigen leicht erhöhte serious defect und zwischenzeitlich war bedingt durch Niederschläge das Schälen (hulling/shelling) problematisch und reduzierte die Kapazitäten.
Die meisten gehen derzeitig von einer Erntegröße zwischen 2,65 und 2,75 Milliarden lbs aus. Anfangs gab es Spekulationen das mit 3 Milliarden gerechnet werden könnte. Käufer haben sich deshalb lange zurückgehalten da man den Informationen aus dem Ursprung zu einer möglichen kleineren Ernte nicht realistisch fand.
Bisher waren die Bedingungen für die Entwicklung der Ernte 2026 sehr positiv. Es war relativ kühl und auch Niederschläge gab es reichlich. Nur wird vieles davon abhängen wie sich das Wetter zur Blüte entwickeln wird. Aus unserer Sicht müssten die Bedingungen aber mehr als optimal sein um eine Ernte in Richtung 3 Milliarden lbs oder darüber zu produzieren. Es wird zwar wieder neu angepflanzt aber längst nicht in der Hochzeit. Viele Flächen werden anderweitig genutzt.
Man geht davon aus das die Industrie zu 50% verkauft ist (Basierend auf 2,7 Milliarden lbs.) Die Nachfrage ist stabil. Das Preisniveau wird insbesondere durch permanenten kurzfristigen Bedarf gestützt da weder Käufer noch Verkäufer sich zu weit verpflichten wollen. Insbesondere war es kaum möglich Termine die jeweils über 2 oder 3 Monate bis zur Verschiffung lagen überhaupt zu kaufen.
Die Zolltarif Diskussionen sind inzwischen wieder etwas in den Hintergrund gefallen. Die EU hat bekanntlich einen „deal“ mit Präsident Trump vereinbart. Derzeitig wird aber noch hinter den Kulissen über die Details zwischen den Verhandlungspartner gesprochen. Aktuell wird nicht damit gerechnet das es vor April eine Rechtssicherheit gibt. Das EU Parlament muss noch die Zustimmung geben. Es dürfte nicht so schwierig wie die Mercosur Verhandlungen sein aber aus einigen EU Ländern gibt es Widerstand.
Auch Indien oder China haben Maßnahmen zurückgenommen und eine weitere Eskalation, zumindest in dieser Hinsicht scheint eher abgewandt oder man hat Lösungswege wie z.B. Import via Vietnam oder andere Asiatische Länder gefunden.
Und wie sieht es in den anderen wichtigen Produktionsländern aus?
Australien hat bisher ein gutes Jahr gesehen. Dabei gelangt relativ wenig Ware nach Europa. Aus dem aktuellen Bericht des Almond Boards of Australia sind bisher 8.739 to Mandelkerne*) in die EU Exportiert worden. Dem gegenüber stehen 36.361 to nach China, Hong Kong, Korea, Taiwan und ganz Asien mit 68.366 to.
Bisher wurden 67,918 to zwischen März und November verladen gegenüber 124.369 in 2024 exportiert. Ca. 18.582 to domestic (März-November) vs 26.029 to (März-Feb. 2024) .
Insgesamt waren es 2024 169.363tons und per November 2025 135.198to.
Australien erzielt gute Preise, insbesondere in China da bedingt durch ein Freihandelsabkommen ein erheblicher Zollvorteil, speziell gegenüber US Ware für die Käufer vorhanden ist.
*) Alle Mengenbeziehen sich auf Mandelkerne ohne Mandeln in der Schale
Spanien hat sich preislich sehr nah an Kalifornien orientiert. Aufgrund der Unsicherheiten was mögliche Zölle auf US Mandeln angeht rechnete man damit das sich viele Käufer umorientieren. Anders als im Jahr davor bewegt sich der Preis für Spanische Mandeln eben sehr nah an den Kalifornischen Vorstellungen. Auch wenn Spanien eine verhältnismäßig große Ernte hatte so ist der Bedarf eben kaum aus der heimischen Ernte zu erfüllen. Insbesondere die Präparate-Herstellung wird bevorzugt aus Kalifornischen Mandeln produziert. Hier dominiert Spanien den Europäischen Markt.
Auch hier stellt sich ein ähnliche Verhalten der Verkäufer dar. Angebote sind schwer zu finden, oft kurzfristig und das Niveau pari mit US Ware aber mit gewissen Nachteilen in der Verarbeitung und dadurch bedingt höhere Verluste. Auch waren die Mandelgrößen relativ kleinkalibrig und die Produzenten mühten sich die Nachfrage in der Hauptnachfrage Zeit mit den verfügbaren Kapazitäten erfüllen zu können.
Die Globale Lage, wenn auch sicher nicht vorhersehbar, hat sich insofern entspannt das man sich vielleicht auch ein wenig daran gewöhnt hat und die Situation besser einschätzen kann. Die Nachfrage ist gut und stetige Nachfrage gibt den Verkäufern ein gewisses Maß an Vertrauen. Angebot und Nachfrage scheinen eher mehr in der Balance zu sein so das die Ernteüberträge zu managen sein werden. Wie aus der Übersicht zu den Sorten zu ersehen ist, besteht der Größte Teil der Menge aus „Premium“ Mandelsorten und die Abschläge zu günstigeren Alternativen werden gering bleiben.
Das Almond Board Board of California hat beschlossen in Zukunft keine Unterstützung mehr für die sog. objektive Schätzung zu geben. Dieser Bericht wird also eingestellt. Es bleibt die subjektive Schätzung und die monatlichen Shipping/Position Reports und die bekannten privaten Einschätzungen, üblicherweise im Mai.
Derzeitig besteht weiterhin das Zollkontingent für Mandeln aus Drittländern Gesamtmenge 86.223.000 to, aktuelle Stand per 13.1.2026 = 77.947to
Mit den besten Wünschen für 2026 verbleiben wir.
Almond Market January, 2026
The Position Report for the month of December 2025 was released on January 13, 2026.
Dec 2025 (lbs) |
Dec 2024 (lbs) |
Change |
|
|---|---|---|---|
Receipts |
2,512,491,614 |
2,575,851,709 |
-2.46% |
Total Supply |
2,946,048,082 |
3,026,984,876 |
-2.67% |
Against this stand shipments:
Dec 2025 |
Dec 2024 |
Change |
|
|---|---|---|---|
Domestic |
242,635,112 |
295,918,169 |
-18.01% |
Export |
827,941,140 |
848,839,956 |
-2.46% |
Total |
1,070,576,252 |
1,144,758,125 |
-6.48% |
Cumulative
inventory
1,875,471,830 lbs (Dec 2025) vs.
1,882,226,751 lbs (Dec 2024) → -0.36%
Uncommitted
inventory
1,379,280,057 lbs vs. 1,321,020,561 lbs →
+4.41%
Market Overview
The domestic market continues to be the main concern.
At a recent meeting of the American Farm Bureau Federation, Secretary of Agriculture Brooke L. Rollins announced a government program for the purchase of agricultural products totaling USD 80 million, allocated as follows: Almonds: USD 20, Grape juice: USD 20M, Pistachios: USD 20M, Raisins: USD 20M
For almonds, this would represent approximately 6 million lbs / 2,700 metric tons, based on current market price levels.
Export shipments were strong and marked one of the best December performances on record.
Current almond price levels have remained very stable for weeks with minimal variation. In particular, STD 5% grades were in demand, and short-term buying interest has supported price stability.
The price spread between STD 5% and the most popular variety Nonpareil, at approximately USD 0.30/lb, remains historically low.
Since the beginning of the 2025 harvest, there have been virtually no offers for California SSR, and this is expected to remain problematic. Looking at the varietal distribution and weighting quickly explains why.
Receipts (Aug–Dec 2025): 2,568,614,433 lbs
Breakdown by variety:
Variety |
lbs |
Share |
|---|---|---|
Nonpareil |
973,555,695 |
37% |
Monterey |
476,025,844 |
18% |
Independence |
423,370,301 |
16% |
Butte/Padre |
120,825,002 |
5% |
Carmel |
70,669,311 |
3% |
Fritz |
62,428,383 |
2% |
Subtotal |
|
84% |
Others |
441,739,897 |
17% |
Approximately 84% of the crop consists of so-called “premium” almonds with specific quality attributes. Many varieties that were previously marketed as California varieties—because sorting or separation was not economically viable—are now marketed within this premium category. At that time, the price premium was close to USD 1.00/lb over Nonpareil.
New self-pollinating varieties are gaining momentum. Independence, Supareil, and Bennet Hickman are playing an increasingly important role. These are generally classified as Nonpareil types and can achieve premiums in certain markets. This development is dynamic and driven by economic pressures, climate change, and productivity considerations. Many older varieties have reached the end of their life cycle.
Crop Progress & Outlook
Although the harvest has long been completed, it appears it will take some time before all volumes are fully processed. Later varieties are showing slightly elevated serious defect levels, and intermittent rainfall caused issues with hulling and shelling, temporarily reducing processing capacity.
Most market participants currently estimate the 2025 crop between 2.65 and 2.75 billion lbs. Early speculation had suggested a crop closer to 3 billion lbs, which caused buyers to remain cautious, as reports from origin pointing to a smaller crop were initially viewed as unrealistic.
So far, conditions for the development of the 2026 crop have been very positive, with relatively cool temperatures and ample rainfall. However, much will depend on weather conditions during bloom. From our perspective, conditions would need to be more than optimal to produce a crop approaching or exceeding 3 billion lbs. While new plantings continue, they are well below the peak planting years, and many areas are being converted to other uses.
The industry is estimated to be approximately 50% sold (based on a 2.7 billion lb crop). Demand remains stable. Price levels are particularly supported by ongoing short-term demand, as neither buyers nor sellers are willing to commit too far forward. It has been especially difficult to secure shipments with delivery terms extending more than two to three months out.
Trade & Tariff Environment
Discussions around tariffs have recently moved somewhat into the background. The EU has, as known, reached a deal with President Trump. However, negotiations on details continue behind the scenes. At present, no legal certainty is expected before April, as approval from the European Parliament is still required. While not expected to be as challenging as the Mercosur negotiations, there is resistance from some EU member states.
India and China have also rolled back certain measures, and further escalation appears less likely. In some cases, alternative solutions have been found, such as importing via Vietnam or other Asian countries.
Other Key Producing Countries
Australia has experienced a good year so far, although relatively little product has reached Europe. According to the latest report from the Almond Board of Australia, 8,739 metric tons of almond kernels* have been exported to the EU to date, compared with:
36,361 mt to China, Hong Kong, Korea, and Taiwan
68,366 mt to Asia overall
Between March and November, 67,918 mt were shipped, compared with 124,369 mt exported in 2024. Domestic consumption totaled approximately 18,582 mt (March–November) versus 26,029 mt (March–February 2024).
Total exports amounted to 169,363 mt in 2024, compared with 135,198 mt through November 2025 (December to February.25/26 still to come)
Australia continues to achieve strong prices, particularly in China, due to significant tariff advantages under a free trade agreement—especially compared with U.S. almonds.
*All volumes refer to shelled almond kernels only.
Spain
Spanish almond prices have closely followed California levels. Due to uncertainties regarding potential tariffs on U.S. almonds, many expected buyers to shift sourcing. Unlike the previous year, Spanish almond prices are now closely aligned with Californian levels.
Even though Spain harvested a relatively large crop, domestic supply alone is insufficient to meet demand. In particular, the ingredient-processing sector continues to rely heavily on Californian almonds, with Spain dominating the European market in this segment.
Seller behavior mirrors that seen elsewhere: offers are difficult to find, often short-term, and priced at parity with U.S. product, albeit with certain processing disadvantages and higher yield losses. Almond sizes were also relatively small, and producers struggled to meet peak-season demand with available capacities.
Conclusion
While the global situation remains unpredictable, it has somewhat stabilized as market participants have adapted and are better able to assess conditions. Demand is solid, and steady buying provides sellers with a degree of confidence. Supply and demand appear more balanced, making carryover volumes manageable.
As the varietal overview shows, the majority of available volume consists of premium almond varieties, and discounts to lower-quality alternatives are expected to remain limited.
The Almond Board of California has decided to discontinue the support for the onjective measurement report/crop estimate, however the subjective and the monthly position report and in addition the private estimation ususally published during May will remain the guidance until harvst has begun.
The EU Almond quota remains in place beginning January 1, 2026 with 86.223.000 to at 2% duty and currently at 77.947to by January 12, 2026.
With best wishes for 2026.
next Position Report for January 2025 release: February 12, 2026
