Marktbericht Mandeln 15.5.2024



US$/EUR 1,08


Zollkontingent: am 22.4. 2024 war die Gesamtmenge des Kontingents (86.223to) erschöpft. Im Jahr 2023 war diese Menge bereits per 12.4.2023 eingeführt worden.


Seit unserem letzten Marktbericht aus dem Februar haben wir neben den monatlichen Verschiffungsmengen inzwischen die Schätzung eines großen Exporteurs, den Bericht der CASS und LandIQ zu den bearing acres und am vergangenen Freitag auch die subjektive Schätzung zur Mandelernte 2024 gesehen.

Die private Schätzung lag bei 2,97 Milliarden lbs. auf 1,36 Millionen Acre

Die subjektive Schätzung am 10.5.2024 ergab 3,0 Milliarden lbs.

Land IQ berechnete mit Satellitenunterstützung und unter Verwendung verschiedener Anpassungsmodelle 1.373.740 bearing acres und nimmt an das 70.728 acres inzwischen gerodet.

CASS verwendete in der letzten Betrachtung für 2023 noch 1.380.000 acres.

Seit langer Zeit sehen wir tatsächlich zum ersten Mal einen Rückgang, ok eher eine Stagnation, der Anbauflächen. In der Betrachtung des Exporteurs sowohl als auch bei LandIQ wurden Bedenken hinsichtlich der verschiedenen Unbekannten geäußert. Insbesondere wird es vom Sommerwetter abhängen. Ebenfalls ist es mehr als schwierig unter den wirtschaftlichen Zwängen zu sagen, wie viele Flächen nicht mehr bearbeitet, bewässert oder noch entfernt werden. Die Farmer Preise sind definitiv nicht auskömmlich. Allerdings haben sich anscheinend auch einige Investoren komplett verspekuliert und kommen mit den geplanten „Returns“ nicht in die Gewinnzone. Teilweise auch weil die Flächen aufgrund hoher Wasserkosten und geringerer Effizienz nicht die erhofften Erträge bringen. Man darf jedoch nicht vergessen das gut 90% des Anbaus immer noch in den Händen von Familien liegen die vermutlich mit geringeren Operationskosten und einem größerem Arbeitseinsatz noch überleben können.

Auf dem vom 8.-10.Mai stattgefundenen INC Kongress drehten sich viele Gespräche auch um die Wasserthematik. Der Staat Kalifornien reglementiert den Wasserverbrauch notgedrungen erheblich. Das bedeutet auch das einige Regionen gezwungen sind den Anbau von Baumfrüchten einzustellen da es schlicht in Zukunft nahezu kein garantiertes Wasser geben wird.


Quelle: Almond Board of California

Sustainable Groundwater Management Act (SGMA) SGMA implementation is projected to lead to demand-side fallowing of between 750,000 and 1 million acres of irrigated cropland, including almond orchards.


Spanien schätzt die Ernte 2024 aktuell bei 130.000to. 2023 lag die Ernte bei 100.000to und 2022 bei 75.000to.

Australien rechnet mit 160.000to, nach enttäuschenden 103.000to 2023 und 141.000to in 2022.


Die Verladungen aus Kalifornien liegen per März 2024 mit plus 2,25% trotz der allgemeinen Zurückhaltung, COVID Nachwirkungen, Inflation und der gegenüber 2022 kleineren Ernte gut im Rahmen. Mit dem April Position Report gab es einen deutlichen Anstieg der Verladungen. Diese betragen insgesamt 2.080,325 mill lbs gegenüber 1.995,668 mill Lbs, also PLUS 4,24%.

Auch der Domestic Markt scheint wieder mehr Interesse zu zeigen und einige Export Destinationen haben gut zugelegt.


Bis 30 April 2024 wurden weitere 2.439,215 mill. Lbs receipts gemeldet. Vermutlich dürfte sich die Ernte 2023 bei ca. 2.440 mill. Lbs einpendeln. Im Vergleich zu 2022 und die durch das heiße Klima beeinflusste frühe Ernte erscheint die Ernte 2023 relativ spät. Andererseits dürfte die verfügbare Menge wegen der verhältnismäßig hohen serious damages geringer sein. Diese „Korrektur“ wird mit dem Juli und damit dem Ende des Erntejahres vorgenommen.

Auf dem INC ging man nun davon aus, das der Carry over (Übertrag aus 2022) bei etwa 500 Millionen lbs liegen dürfte. Das ist eine Entspannung für den Urspung. Es bedeutet aber dennoch, das der Mandelabsatz weiter angekurbelt werden muss, geht man davon aus das die Ernte 2024 3 Milliarden Pounds betragen soll.


Mit einigen Ausschlägen, insbesondere durch Interesse für Mandeln mit Schale, verlief das Preisniveau eher wenig spannend. Ernte 2023 und 2024 Material ist quasi gleich auf. Es dürfte einiges an groß fallender Ware der Ernte 2023, vorrangig der Sorten Carmel/Carmel Type, teilweise mit hohen Doubles oder auch kleineren Nonpareils verfügbar sein. Aus Ernte 2024 wird es vermutlich wieder eine eher normale Verteilung der Größen geben und man rechnet mit Durchschnittsgrößen bei 27/30 Kernen/Unze. Natürlich ist es noch zu früh definitive Rückschlüsse ziehen zu können.


Australien hat sich mit den Verkaufsaktivitäten in die Asiatischen Märkte orientiert. Das allerdings könnte die Planung Kaliforniens stören, denn man verspricht sich noch Nachfrage für Mandeln mit Schale aus diesen Märkten. Insbesondere China geniest den Vorteil eines geringeren Zollaufschlages für Australische Ware während die USA noch unter den Strafzöllen leiden. Da das Verhältnis zwischen China und USA sich offenbar nicht entspannt ist die Gefahr weiter latent das es weitere Maßnahmen geben könnte.

Europa orientiert sich teilweise bereits in Richtung Spanien, denn dort wächst ebenfalls eine sehr große Ernte heran, die zu dem darunter leidet das aufgrund von Spezifikations-Zwängen nicht jeder Abnehmer diesen Ursprung spontan einsetzen kann. Für zusätzlichen kurzfristigen Bedarf aber sich eine interessante Alternative zu konkurrenzfähigen Preisen.


Der kaum vorhandene Preisunterschied zwischen 2023 und 2024er Ernte wird vermutlich nicht so bestehen bleiben. Dies wird sehr stark davon abhängen wo und wann der Bedarf einsetzt.


Einige, aufgrund mangelnder Aktivitäten, jedoch nicht sehr aktuelle Preisindikationen:

                                         2023                           2024

Std5%                                            US$ 1,58-1,60                    US$ 1,55-1,62

cal/cml/cml type ssr 27/30aol                                                 US$ 1,75-1,82

cml/ cml type Sup 18/20aol       US$ 2,00                             US$ 2,02

NP X 23/25 aol                             US$ 2,25-2,30                    US$ 2,20-2,30


fas cal port US$/lb, net


Es ist anzunehmen, das sich das Niveau, insbesondere für neue Ernte anziehen dürfte, insbesondere durch die guten April Verschiffungen und da es mehr Kaufinteresse dafür gibt.

BO
Market Report Almonds May 15, 2024 


US$/EUR 1.08

Customs Quota:
As of April 22, 2024, the total quota amount (86,223 tons) was exhausted. In 2023, this amount had already been imported by April 12, 2023

Since our last market report in February, we have seen the monthly shipping volumes, an estimate from a major exporter, the CASS and LandIQ reports on bearing acres, and last Friday's subjective estimate for the 2024 almond harvest.

- The private estimate was 2.97 billion lbs on 1.36 million acres.
- The subjective estimate on May 10, 2024, was 3.0 billion lbs.
- LandIQ calculated 1,373,740 bearing acres using satellite support and various adjustment models and assumed 70,728 acres have been cleared.
- CASS used 1,380,000 acres in their last assessment for 2023.

For the first time in a long while, we are actually seeing a decline, or rather a stagnation, in acreage. Both the exporter's assessment and LandIQ's report raised concerns about various unknowns, particularly depending on the summer weather. Additionally, it is difficult to say under economic pressures how many acres will no longer be cultivated, irrigated, or removed. Farmers' prices are definitely not sufficient. Some investors have apparently completely miscalculated and are not reaching their planned "returns," partly because the fields are not yielding the expected returns due to high water costs and lower efficiency. However, it should not be forgotten that about 90% of the cultivation is still in the hands of families who can likely survive with lower operating costs and greater labor input.

At the INC Congress held from May 8-10, many discussions also revolved around the water issue. The state of California is forced to regulate water consumption significantly. This means that some regions are forced to stop growing tree crops because there will be almost no guaranteed water in the future.

**Source: Almond Board of California
The implementation of the Sustainable Groundwater Management Act (SGMA) is projected to lead to the fallowing of 750,000 to 1 million acres of irrigated cropland, including almond orchards.

Harvest Estimates:
- Spain currently estimates the 2024 harvest at 130,000 tons. In 2023, the harvest was 100,000 tons, and in 2022, it was 75,000 tons.
- Australia expects 160,000 tons, following a disappointing 103,000 tons in 2023 and 141,000 tons in 2022.

Shipments:
Shipments from California up to March 2024 are up 2.25%, despite general caution, COVID aftermath, inflation, and a smaller harvest compared to 2022. The April Position Report showed a significant increase in shipments, totaling 2,080.325 million lbs compared to 1,995.668 million lbs, a 4.24% increase. The domestic market also seems to show more interest, and some export destinations have seen good growth.

By April 30, 2024, an additional 2,439.215 million lbs receipts were reported. The 2023 harvest is likely to settle at around 2,440 million lbs. Compared to 2022, when the hot climate influenced an early harvest, the 2023 harvest appears relatively late. On the other hand, the available quantity might be lower due to relatively high serious damages. This "correction" will be made in July and thus at the end of the harvest year. At the INC, it was assumed that the carryover (carryover from 2022) would be around 500 million lbs. This is a relief for the origin but still means that almond sales need to be further boosted, assuming the 2024 harvest is expected to be 3 billion lbs.

Price Developments:
With some fluctuations, particularly due to interest in in-shell almonds, the price level has been relatively unexciting. The 2023 and 2024 material is almost the same. There is likely a lot of large falling stock from the 2023 harvest, primarily of the Carmel/Carmel Type varieties, some with high doubles or smaller Nonpareils. The 2024 harvest will likely have a more normal distribution of sizes, with average sizes expected to be 27/30 kernels/ounce. Of course, it is still too early to draw definitive conclusions.

Market Orientations:
Australia has focused its sales activities on Asian markets. This could disrupt California's plans, as there is still expected demand for in-shell almonds from these markets. Especially China enjoys the advantage of lower tariffs for Australian goods, while the USA is still suffering from punitive tariffs. Since the relationship between China and the USA does not seem to be easing, the risk of further measures remains latent.

Europe is already partially orienting towards Spain, where a very large harvest is also growing. However, due to specification constraints, not every buyer can spontaneously use this origin. For additional short-term needs, Spain is an interesting alternative at competitive prices.

The barely existing price difference between the 2023 and 2024 harvests is unlikely to remain. This will depend heavily on where and when demand sets in.

Some price indications, not very current due to lack of activities:

Std5%                                            US$ 1,58-1,60                    US$ 1,55-1,62

cal/cml/cml type ssr 27/30aol                                                 US$ 1,75-1,82

cml/ cml type Sup 18/20aol       US$ 2,00                             US$ 2,02

NP X 23/25 aol                             US$ 2,25-2,30                    US$ 2,20-2,30


**FAS CAL Port US$/lb, net**


It is expected that the level, especially for the new harvest, will likely rise, particularly due to the good April shipments and the increased purchasing interest.